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FSME - Frühsommer-Meningoenzephalitis



 FSME (Frühsommer-Meningoenzephalitis, auch Zecken-Hirnhautentzündung genannt)
 Wie verläuft eine FSME-Erkrankung

FSME (Frühsommer-Meningoenzephalitis)

Die Frühsommer-Meningoenzephalitis, kurz FSME, ist eine virale Erkrankung des zentralen Nervensystems (ZNS). Der Erreger der FSME, das FSME-Virus, wird in erster Linie von Zecken auf den Menschen übertragen. Es sind jedoch auch einige wenige Fälle bekannt, bei denen die Erkrankung durch den Genuss roher Milch von infizierten Kühen oder Ziegen ausgelöst wurde.

Elektronenmikroskopische Aufnahme eines FSME-Virus
Lange Zeit galten vor allem bestimmte Berufsgruppen wie Förster, Jäger, Wald- und Landarbeiter als besonders gefährdet, an einer FSME zu erkranken, da sie besonders häufig von Zecken gestochen werden. Inzwischen sind solche beruflich gefährdeten Personen jedoch meist gegen die FSME geimpft. Daher infizieren sich heutzutage etwa 90 Prozent aller Patienten während ihrer Freizeit mit dem Virus.

In der Schweiz erkranken jedes Jahr ca. 109-246 Personen an FSME. Es ist jedoch nicht jeder gleichermassen gefährdet. Das FSME-Virus tritt nur in bestimmten Regionen auf, in so genannten Endemiegebieten. In der Schweiz werden in Regionen des Kantons Zürich, Thurgau, Bern, St. Gallen, Aargau, Luzern, Solothurn, Schaffhausen, Zug, Obwalden, Nidwalden, Graubünden, Uri, Fribourg, Waadt und Fürst. Liechtenstein FSME-Fälle gemeldet.

Wie verläuft eine FSME-Erkrankung

FSME-Erreger
Eine FSME ist im typischen Fall durch einen zweiphasigen Krankheitsverlauf gekennzeichnet. Sie beginnt dann zunächst mit Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen, ähnlich einer Sommergrippe. Unter Umständen ist die Erkrankung damit auch schon wieder überstanden. Bei einem Teil der Infizierten befällt das Virus jedoch das zentrale Nervensystem. Die mildeste Form ist in diesem Fall eine Hirnhautentzündung (Meningitis). Sie geht mit hohem Fieber, starken Kopfschmerzen und Nackensteifigkeit einher.

Eine schwerere Form der FSME ist die Gehirnentzündung. Hier sind nicht nur die Hirnhäute, sondern das ganze Gehirn von der Erkrankung betroffen. Es kann neben den Symptomen einer Hirnhautentzündung unter anderem zu Bewusstseins-, Sprach- und Schluckstörungen, zu psychischen Veränderungen oder bestimmten Lähmungserscheinungen kommen. Auch das Rückenmark bzw. die entsprechenden Nervenwurzeln können vom FSME-Virus geschädigt werden.

Insgesamt behalten 10 bis 20 Prozent der Patienten mit schwereren klinischen Verlaufsformen der FSME langanhaltende oder bleibende neuropsychologische Restschäden. Relativ häufig treten bei einer FSME psychische Veränderungen wie beispielsweise Antriebsschwäche oder Depressionen auf. Auch Todesfälle durch FSME sind bekannt. Insgesamt sterben etwa ein bis zwei Prozent der Patienten, bei denen das Virus das zentrale Nervensystem befällt.

Eine ursächliche Therapie gegen FSME gibt es nicht! Ist sie einmal ausgebrochen, kann man nur versuchen, die Symptome zu lindern. Es ist daher besonders wichtig, Infektionen von vorneherein zu verhindern.


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